Und weil die beiden noch Single sind und man manche Menschen zu
ihrem Glück ein bisschen zwingen muss, ist ein dezenter
Glücksaktivismus zum Wohl des Nächsten durchaus angebracht. Nur dass am
Ende ein Fernsehteam einen Bericht über einen Kindsmord dreht, war so
nicht geplant.
Ausgehend von Motiven aus Goethes Faust fragt Ewald Palmetshofer in
seinem neuen Stück, was unsere heutige, gänzlich kapitalisierte Welt
überhaupt noch im Innersten zusammenhält. Gibt es überhaupt so etwas
wie des Menschen Kern, auf den man sich berufen kann in einer Welt, in
der Waren, Konsum und Oberflächen das Glück und den schönen Augenblick
ausmachen? Wenn alle Produkte verkonsumiert sind, bleibt dem entkernten
Menschen nur noch eins: der Mitmensch. Integration heißt das
Zauberwort, und jede Party ist ein potentielles Krisengebiet. Manchmal
verschluckt man sich halt dabei.