...Ein Lustspiel von Friedrich Schiller nach Louis Benoît Picard. Ränkespiele in den Büros eines Pariser
Ministeriums: Der ungebildete Selicour hat sich die Gunst des Ministers
Narbonne und seiner Familie erschlichen. Fassungslos beobachten
Narbonnes Untergebene den beruflichen Höhenflug des Heuchlers, der
wie ein gefräßiger Parasit von den Mühen anderer Leute
Arbeit lebt. Je höher Selicour die Karriereleiter hinaufsteigt,
umso tiefer fallen seine Konkurrenten. Warnungen des pflichtbewussten
Beamten (und mittelmäßigen Intriganten) La Roche vor dem cleveren Taugenichts werden in den Wind
geschlagen. Der Minister geht sogar so weit, ihn für den begehrten
Gesandtschaftsposten vorzuschlagen. Höhepunkt des falschen Spiels
ist Selicours Plan, sich durch die Heirat mit Narbonnes Tochter in
dessen Familie einzunisten.
Schillers Komödie ist eine höchst aktuelle Parabel über
die Kunst zu lügen, über Mobbing, Freundschaft und Liebe.