Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!] / Jörg Albrecht
Autorentag am STAATSTHETAER MAINZ 27. Mai 2006

Was ich mir auf der Bühne am liebsten wünschen würde: Keine Angst
vor dem Text! Keine Ehrfurcht! Diese Sprache ist nicht gemacht, um
angeschaut zu werden, dies Theaterstück kein Kunstmuseum, in dem
niemand etwas angreifen darf. Wenn Sie möchten, daß nur die Sprache
da ist: Schreiben Sie den Text auf Tischtennisbälle, Wort für Wort,
bauen Sie eine Achterbahn, & lassen Sie die Wörter an den Zuschauern
vorbeirasen, in Schleifen, wieder & wieder. [Für diese Idee:
Danke an Ulrike Haß!] Wenn Sie das nicht möchten: Projizieren Sie
direkt auf die Haut, in der Magnolienallee, damit Bilder lebendig
werden & Lebendige zu Bildern. Lassen Sie die Schauspieler die Figuren
nicht vor sich hertragen wie Bilderrahmen oder Lampenschirme,
eher direkt am Körper, als müßten sie zwei Gewichte ertragen. &
dann sprechen & atmen, & sprechen. Jetzt.

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Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!]Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!]Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!]Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!]