Daran muss man sich erinnern, wenn man dieses Stück für Jugendliche macht. Und jeder Schmerz tut weh - egal als wie lächerlich oder tragisch er von anderen gesehen wird. Erwachsen werden heißt auch die Jugend überleben.
Ein „Crash“, das kann ein Computerabsturz sein, ein Autounfall oder die Wellen, die sich an der Küste brechen. Die drei Jugendlichen, um die es in dem Stück geht, haben Sehnsüchte und Lebensträume, die scheinbar nicht zu realisieren sind. Das Mädchen Elin wächst wohlbehütet in geordneten Familienverhältnissen auf.
Wes wohnt bei unterschiedlichen
Pflegeeltern und hat Ärger mit seinem Vormund. Elin berauscht
sich am Alkohol und an nächtlichen Autofahrten in der Innenstadt
Sie möchte unbedingt dazugehören und verkracht sich bald
mit ihrem Kumpel Rys. Der fügt sich in die Sachzwänge
des Jungseins wie Hausaufgaben machen und den Eltern im Haushalt
helfen und kompensiert seine Versagensängste mit Fast Food.
So wie er möchte Elin auf keinen Fall sein. Hin- und hergerissen
zwischen ihrer Sehnsucht nach Selbstbestimmung und dem Bedürfnis
nach Geborgenheit stürmt sie durch ihr Leben wie einst James
Dean in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. „Crash“
ist ein einfühlsames Portrait über die Jugend, ihre Befindlichkeiten,
Sehnsüchte und das Erwachsenwerden mit all den damit verbundenen
Problemen.
Sera Moore Williams ist Autorin, Regisseurin und Dozentin für
Theaterpraxis und szenisches Schreiben an der University of Wales
in Aberystwyth. In ihren Stücken, die sie in walisischer Sprache
verfasst und anschließend ins Englische übersetzt, verarbeitet
sie häufig Erfahrungen, die sie in Projektarbeiten mit Jugendlichen
aus schwierigen sozialen Verhältnissen gewonnen hat.
Premiere: am 27. Oktober 2007, TiC für Kids
Inszenierung Dieter Boyer
Bühne und Kostüme Hugo Gretler