Nach "Privatleben", einer unserer
erfolgreichsten Inszenierungen der letzten Spielzeit, die zudem zu den
renommierten Mülheimer Theatertagen 2009 eingeladen wurde, haben die
Theater Chemnitz einen zweiten Stückauftrag an die Autorin Ulrike Syha
vergeben. ...
faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete / Ewald Palmetshofer (Deutsche Erstaufführung)
NATIONALTHEATER MANNHEIM 28. Nov. 2009
Nachbarschaft ist ein hohes Gut. Und weil die Feste fallen, wie man sie
feiert, treffen sich die drei Pärchen Ines/Paul, Tanja/Robert und
Anne/Fritz regelmäßig zum nachbarschaftlichen Balkongrillen. Auch ER
und SIE – heißen sie Heinrich und Grete? – werden kurzerhand in die
muntere Partygesellschaft integriert. „Bring what you eat“ ist
schließlich eine sozial verträgliche Lösung für alle, und im
nachbarschaftlichen Gemeinschaftskörper ist immer noch ein bisschen
Platz. Integration heißt das
Zauberwort, und jede Party ist ein potentielles Krisengebiet. Manchmal
verschluckt man sich halt dabei.
Rosi und Hansi sind einander alles: Mutter, Tochter, Freundin, Geliebte, Rivalin, Königin und Prinzessin.
Im Märchen gibt es Königinnen und Prinzessinnen, gut und böse, Prinzen, die retten, und Hexen, die untergehen müssen, damit die Liebe siegt. Doch Rosi und Hansi sind weder Königin noch Prinzessin und der Prinz ist eine Sau.
SCHAUSPIEL CHEMNITZ 4. Okt. 2008 zur Eröffnung der Direktion Enrico Lübbe.
PRIVATLEBEN wurde zu den 34. Mülheimer Theatertagen NRW
eingeladen und wurde dort am 18. und 19. Mai 2009 gezeigt.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Ulrike Syha und Dieter Boyer
wird im Februar 2010 im Schauspiel Chemnitz mit einem weiteren Aufttragswerk
fortgesetzt.
Das hat man begriffen und dann muss man sich bewegen. Man muss sich doch bewegen. In irgendeiner Bahn bewegen. Das soll fahren. (Bitte Bahn fahr Bahn bitte!) Da hat man doch begriffen: Das man lebt. Da muss man doch was sagen. Aus irgendeiner Bahn raus was sagen. (Die Bahn fährt immer im Kreis.)...
Kunst und Kommerz, Illusion und Realpolitik, Leidenschaft und Kalkül – zwischen diesen Polen spannt Goethe das Drama des Dichters Torquato Tasso. Er lebt und arbeitet erfolgreich, ungestört und großzügig gefördert am Hof seines Gönners, des Herzogs von Ferrara. ...
Lauschangriff / Christiane Kalss, Natascha Gangl, Jörg Albrecht (uraufführung)
TAL 13. Februar 2008
Luftholen von Christiane Kalss / Physikalismus von Natascha Gangl / Mutantenmusik von Jörg Albrecht
In einer Collage von Monologen wurde ein Theaterabend geschaffen in dem die Figuren eine Welt teilen in der sie verloren gehen. Der Mann der sich in die Geschichte von Weltrtaumexpeditionen und Computerspielen flieht, die Barfreu (eine gute Kundin ihrer selbst) im Kampf gegen ihre Trauer. ...
Schiller zeigt uns humorvoll einen Parasiten, der eine eigentlich funktionierende Gesellschaft an der Nase herumführt um schließlich zu scheitern.
Der Parasit von heute ist Primus inter Pares! Er spielt das Spiel nur geschickter als die anderen und hat den momentanen Vorteil auf seiner Seite. Klar fällt auch er aber schon reihen sich Nachfolger...
“Im letzten Training hat er gesagt, der Winfried, er gibt mir ’ne
Chance.” Jedes Wochenende sind Chrigel, Mischa und Laurenz auf dem
Fußballplatz. Doch sie spielen nicht mit. Sie sitzen auf der Ersatzbank
und werden nur manchmal eingewechselt, wenn das Spiel schon läuft. In
ihren Träumen schießen sie Tore und lassen sich als Helden feiern. Doch
weder auf dem Fußballfeld noch bei den zu schauenden Mädchen können die
drei Jungs punkten. ...
Wäre ich ein Bild [1, 2, 3 Verschwinden!] / Jörg Albrecht
Autorentag am STAATSTHETAER MAINZ 27. Mai 2006
Jörg Albrecht zeigt mit "Wäre ich ein Bild" das Portrait einer Gruppe junger KünstlerInen, die sich an den großen politischen Idolen ihrer Elterngeneration abarbeiten. Die Auseinandersetzung mit Angela Davis und Betty Hirst zeichnet das Bild einer extrem fragmentierten Erlebniswelt die in rasendem Textfluss gezeigt wird. ...
Ambrosia / Roland Schimmelpfenning | totficken.totalgespenst.topfit bei null / Katrin Roeggla
Salzburger Festspiele 4. August 2006
Im Rahmen des "Magazin des Glücks" einem "Salon zur Erforschung der Grundlagen des Komischen" wurden bei den Salzburger Festspielen 2006 eine Reihe von neuen Texten szenisch präsentiert. Mit Ambrosia von Roland Schimmelpfenning und "totficken.totalgespenst.topfit" sowie "bei null" von Katrin Roeggla richtete Dieter Boyer drei Texte szenisch ein.
Es gibt Momente, in denen mehr möglich scheint als nur eine Lösung, in
denen uns nicht nur eine Tür, sondern "derer sieben halb offen" stehen.
Ironisch überzeichnet Botho Strauß in seinen zehn Minidramen "Sieben
Türen" solche Gelegenheiten, in denen sich hinter dem scheinbar
Absurden und Lächerlichen so manche Not und Sehnsucht verbirgt. ...
Das regierungskritische Werk des Autors Andrei Kureichick wurde während der Wahlen in Weissrussland am Schauspielhaus Graz präsentiert. Erst nach langem zögern und in der Hoffnung, dass die Wahl einen Sieg für die Demokratiebewegung geben würde hat er darum gebeten sein Arbeit unter keinem Pseudonym zu veröffentlichen. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. ...
Jessica läuft. Denn Laufen macht schlank, fit und schön.
Jessica steht mächtig unter Druck. Sie hat keinen festen Job und
keine feste Beziehung. Wer glaubte, dass die 30-jährigen Frauen
von heute emanzipiert und glücklich sind, den belehrt sie eines
Besseren. ...
Inszenierung zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2005
FELSENREITSCHULE SALZBURG 24. Juli, 2005 / live Übertragung 3sat
Collage von Texten aus dem Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele 2005. Die Texte wurde arrangiert nach dem programmatischen Text "Wir, die Barbaren - Nachrichten aus der Zivilisation" von Martin Kusej nach einem Text von John M. Coetzees Roman "Warten auf die Barbaren". Die 20minütige Inszenierung wurde live auf 3sat übertragen.
Magic Wolfi / Matinee anlässlich des Todes von Wolfgang Bauer
SCHAUSPIELHAUS GRAZ Sept. 2005
Anlässlich des Todes des Grazer Dramatikers Wolfgang Bauer inszenierte Dieter Boyer Szenen
aus Fieberkopf, Change, Party for six im Schauspielhaus
Graz.
DarstellerInnen des Schauspielhauses haben die Texte gemeinsam mit SchauspielerInnen von freien Theatergruppen der Stadt Graz wie dem Theater im Bahnhof, Theater am Ortweinplatz, TIK, Steinbauer-Dobrowski dargeboten.
My name is Peggy / Marc Becker (österr. Erstaufführung)
SCHAUSPIELHAUS GRAZ Mai. 2005
Peggy ist nervös. sie hat ein Date! Gut, bei einem Unfall hat er ihren
Hund überfahren. Aber er sieht gut aus und hat„sorry“ gesagt. Er ist
Amerikaner. Deshalb lernt Peggy Englisch, ...
Milan oder Stille Tage im Kaffee / Johannes Schrettle (Uraufführung)
URAUFFÜHRUNG uniT Graz
Milan oder Stille Tage im Kaffe wurde von Johannes Schrettle gemeinsam mit Dieter Boyer erarbeitet. Milan ist das erste abendfüllende Theaterstück von Johannes Schrettle.
Milan studiert Philosophie und das Leben der Bakterien in alten
Kaffeefiltern. Er findet sich interessant. Sara wohnt bei Milan und
möchte Filme drehen, übers Leben. Über ihr Leben. Pech
für Milan, dass er darin nicht vorkommt. ...
Für einen Moment ist Gundula ganz für sich und starrt aus der
Abfertigungshalle hinaus auf die Landebahn zu den Flugzeugen. Was da
startet und landet sind "Kalte Vögel. Durstige Vögel. Fette.
Vögel. Zu fett, viel zu fett, bierbäuchige Krüppel. ...
Parasiten / Marius von Mayenburg (österr. Erstaufführung)
BURGTHEATER Vestibül, Wien
In seinem Stück „Parasiten“ erzählt er davon, wie Menschen aus Angst vor Einsamkeit und in der Unfähigkeit, mit dem eigenen Schicksal fertig zu werden,Nähe und Mitgefühl bei anderen suchen, dabei jedoch mehr und mehr zu Parasiten verkommen. Dem menschlichen Wirtstier, das vom Helfersyndrom befallen ist, dieses aber zugleich genießt, gelingt es dabei kaum noch, sich aus der Umklammerung zu lösen. ...